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Auf unserem Weg nach Madrid haben wir einen Zwischenstopp zuerst in Mollerussa und am nächsten Tag in Torremocha de Jiloca eingelegt. Beide Flugplätze liegen im Landesinneren Spaniens und haben aktiven Flugclubbetrieb. Ich erwähnte ja schon, das Andreas zunächst zu meinem Leidwesen die Küstenroute verlassen hat, aber die beiden landschaftlich wirklich grandiosen Flüge und vor allem das sehr Herzliche Willkommen von beiden Flugclubs machen diese Stopps zu einem besonderen Erlebnis.Ganz ehrlich als mir Andreas seine Planänderung mitteilte, weg von der Küste über das Hochplateau Spaniens zu fliegen, war ich wenig begeistert. Triste, grau braune, öde Landschaften mit wenig charmanten Dörfern, so habe ich mir das vorgestellt. Aber stattdessen sehe ich eine Farbenexplosion ohnegleichen. Durch orange leuchtende, tiefrote bis violette, quittegelbe und satt grüne  Flächenquadrate schlängelt sich der blaue Ebro entlang.Immer wieder kleine mittelalterliche Dörfer und Städte die teilweise unter Unesco Weltkulturerbe stehen wie z.B. Teruel, wo wir gerade ein paar Tage verbringen, und die von der Mudejar Architektur tief geprägt sind. Kirchtürme oder reich verzierte Stadttürme ragen hoch in den Himmel. Das ist das noch unverfälschte Spanien, weit weg aller Touristenströme. Wir erleben das Schneckenfest in Lleida und ein zünftiges spätes Frühstück oder frühes Mittagessen mit Mozilla (Blutwurst), Galdo (Suppe mit

Nach einer noch recht kalten Nacht auf dem Flughafen in Palafolls haben wir wieder einen tollen Flug zunächst die Costa Maresme entlang, dann der Costa Dorada folgend und vorbei an Barcelona. Den „Circuit de Barcelona“, wo gestern noch Sebastian Vettel und Kollegen ihre schnellen Runden drehten und sich die Silberpfeile, Red Bull und Ferrari ein spannendes Rennen lieferten, das schauen wir uns während dem Flug ganz genau von oben an. Und dann überfliegen wir schon das Penedés Gebiet, das größte Wein- und Sektanbaugebiet Kataloniens. Auf ein Gläschen trockenen, frisch sprudelnden Grand Reserva freue ich mich jedenfalls schon jetzt. Auch unser Zielflughafen in Avinyonet de Penedés liegt inmitten der Weinhügel und mit traumhaften Ausblicken auf den Montserrat, den Hausberg Kataloniens mit seinen unzähligen Zacken und dem berühmten Kloster am Fuße.   Da wir gerade erst aufgetaut sind, von der Kälte der letzten Nacht, verwerfen wir das mit dem Zelten am Flughafen und bevorzugen ein warmes Bettchen in Vilafranca de Penedès, dem Herz / Hauptort der Weinregion. Und hier tauchen wir ein in das wirkliche Katalonien, fernab aller Touristenströme. Die Bewohner sind sehr stolze, aber auch sehr freundliche Leute und überall in der Stadt weht das Wahrzeichen Kataloniens.               Schon der nächste Flug bringt uns Madrid

Was für ein herrlicher Flug! Nach einem „Take Off“ in den Sonnenaufgang hinein fliegen wir von Empuriabrava aus immer die Costa Brava entlang, vorbei an Tossa, Lloret de Mar, Santa Christina, Blanes bis nach Palafolls. Wir genießen die herrlichen Ausblicke auf die bizarr geformte, zerklüftete Küste mit den weißen Sandbuchten, umgeben von grünen Pinienwäldern und eingebettet in das türkisblaue Mittelmeer. Das Wasser ist so klar, so das ich sogar von hier oben bis zum Grund sehen kann. Nun zumindest genieße ich den Flug, denn mit Notlandeplätzen sieht es hier an diesem Küstenabschnitt nicht so gut aus und ihr könnt Andreas seine Anspannung bestimmt nachempfinden.Aber fliegt doch einfach mal ein Stück mit uns mit und genießt ebenfalls die Blicke auf die Traumküste Spaniens, hier in Katalonien.Ich liebe das Meer und den Strand und freue mich das wir ein paar Tage hier in Malgrat de Mar, was schon zur Costa del Maresme gehört, verbringen. Es ist nicht der schönste Ort, aber der Strand und das Meer sind auch hier bezaubernd. Ausnahmsweise haben wir uns in einem 4 Sterne Pauschaltouristenstrandhotel eingescheckt, denn eine Übernachtung inklusive Halbpension gibt es hier schon für den ganz kleinen Geldbeutel.Der nächste Flug wird uns aber nun nach Avioneyta bringen.

„Schnuddelbacke, lass uns Ostern in Zaragoza verbringen!“, schlägt Andreas voller Vorfreude vor. „Zaragoza!?“, meine Vorfreude hält sich doch eher in Grenzen. Insgeheim denke ich, wieso will er mich von der herrlichen Costa Brava in die 5 größte Stadt Spaniens, noch dazu in der trockenen Einöde auf dem Hochplateau gelegen, verschleppen!? Was bitte soll ich dort!? „Schnuddelbacke, du wirst das ganz authentische Spanien kennenlernen. Das hast du dir doch gewünscht!“Im Norden Spaniens erhebt sich, am Ufer des Ebro gelegen, die unsterbliche Stadt Zaragoza, die Hauptstadt der Region Aragón. Eine gastfreundliche und dynamische Metropole deren 2000 Jahre alte Geschichte von Römern, Mauren, Juden und Christen geprägt wurde. Neben dem beeindruckenden historischen Erbe wie Basiliken, Kathedralen, Palästen, Tempeln uvm. wurden in Zaragoza die Tapas erfunden. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt ob mit katalanischem Käse und scharfer Fruchtkonfitüre, Blutwurst und karamellisierten Zwiebeln, Meeresfrüchten, Camenbert und scharfen Chorizo Würstchen, Artisschocken in Iberico Schinken umwickelt

Endlich, es ist soweit, wir fliegen wieder. Nachdem wir ein paar Tage in den Pyrenäen, Andorra und der wunderschönen Camargue verbracht haben haben wir eine Gut-Wetterlücke erwischt und sind von Candillargues in Südfrankreich über die Pyrenäenausläufer nach Empuriabrava in Spanien geflogen. Exakt 7.07 Uhr wenige Minuten vor dem Sonnenaufgang sind wir wieder in die Lüfte abgehoben und nach einem 2-stündigen Flug in Empuriabrava gelandet. Der Flugplatz hier ist vor allem bekannt für sein aktives Sky - Dive Center. Als wir gegen 9.10 Uhr hier landeten steckten diese aber gerade in den Vorbereitungen, also kein Problem. Hier im sogenannten Venedig Spaniens, da der Ort von unzähligen Kanälen und Wasserstraßen durchzogen ist und direkt am Meer liegt, warten wir nun auf den nächsten perfekten Flugtag. Denn auch in Spanien könnte man sagen April, April der weiß nicht was er will! So wechseln sich momentan Sonnenschein mit heftigen Gewittergüssen ab und das Wetter bleibt etwas unberechenbar. Hier ein paar Schnappschüsse unserer zwischenzeitlichen Erlebnisse:In der Region um Sète  / Bouzigues werden u.a. Austern gezüchtet. Das Fehlen von Gezeiten im Mittelmeer machte besondere Techniken erforderlich wie „die schwebende Zucht“, die durch aus Schienen bestehenden Tischen, Querbalken und gekreuzten Stangen gestützt wird.Stilgerecht zu den Austern haben wir

Was für ein atemberaubend schöner und aufregender Flug von Albenga über San Remo, das Fürstentum Monaco samt Montecarlo, Nizza, Cannes nach Fayence in Frankreich. Dort wo sich sonst zu gegebenen Anlässen die Schönen und Reichen tummeln und inszenieren sind Kröber und Zmuda einfach so übers Dach, oder besser gesagt Deck geflogen.  Auf der einen Seite die weißgepuderten Seealpen auf der anderen Seite das türkisblaue Mittelmeer und unter uns das berühmte Casino Montecarlo, der Hafen wo sich die „Böötchen“ gleich mit zwei Helicopterlandeplätzen an Deck tummeln  und die Formel Eins Rennstrecke entlang führt, das Schloß und das berühmte Stadion. Vor lauter Staunen vergesse ich sogar die Eiseskälte, zumindest für einen Augenblick.Diese Eindrücke noch nicht verarbeitet taucht dann auch schon Nizza und Nizzas außergewöhnlicher Flughafen auf, denn die Landebahnen sind ins Meer gebaut. Noch schnell vorbei an Antibes und Cannes und schon reihen wir uns in die Platzrunde in Fayence ein. Juhu, wir haben Frankreich erreicht! Unser wievieltes Land? Wisst ihr es?Doch um von hier weiterzufliegen brauchen wir einen richtig guten Flugtag. Denn auf der Höhe von Montpellier wüten oft die sogenannten Mistralwinde. Aber ich bin optimistisch das auch hier unser Tag kommen wird, wir brauchen nur etwas Geduld. Allerdings ist Geduld

Es ist Sonntag der 23.12.2018. Ein Blick in den Himmel und ich sah tiefe, dunkle Wolken, die schnell vorbeizogen und die Bergspitzen waren nicht mehr zu sehen. Also bei solch einer Wetterlage sind wir noch nie geflogen und dann übers Meer und die Alpen / Appeninnen, keine Notlandeplätze und der Zielflughafen Albenga liegt umringt von Bergen. Andreas ist auch skeptisch, aber der Meteorologe aus Pisa und aus Mailand sagt: „Kein Problem heute, kein Regen, kein Wind, absolut stabile Luft. Also wagen wir den Flug von Genua nach Albenga. Ein Fehler! Gleich beim Start ist es turbulent. Andreas kämpft sich voran aber es wird immer schlimmer. Downwinde ziehen uns 300m nach unten. Umkehr! So verbringen wir das Weihnachtsfest in Genua und mal sehen ob wir Silvester auch noch hier sind!? Frohe Weihnachten eure Trike Globetrotter Andreas und Doreen

Heute also der zweite Versuch vorbei an Massa nach Albenga zu fliegen. Heute Morgen ist es so richtig arschkalt hier. Bitte entschuldigt den vulgären Ausdruck, aber das trifft es einfach. Bodenfrost und die Graspiste ist mit hübsch glitzerndem, weißen Rauhreif überzogen. Ich klappere jetzt schon vor Kälte. Aber Andreas, der will ja unbedingt bis nach Albenga fliegen 2 Stunden und 40 Minuten. Erst nach einigen Startversuchen springt der Motor endlich an und auf geht es zunächst in Richtung Massa.Es ist ein anspruchsvoller Flug, der Andreas alles abverlangt. Wir passieren mehrere Kontrollzonen und im Funk geht es hoch her. Wir sind auf der Höhe der Seealpen angelangt und überfliegen gerade den Flugplatz Massa. Heute ist tatsächlich alles ruhig. Keine Turbulenzen. Unsere Flughöhe beträgt zwischen 3000 und 4000 ft. Verdammt eisig. Ich bewege mich kaum und fühle mich nicht imstande auch nur ein Foto zu schießen. Dabei sind die Ausblicke und das Licht fantastisch. Nur wenige Minuten nachdem wir die Berge erreicht haben kommen auch noch Wolken dazu. „Frierst du?“, will Andreas schon wieder von mir wissen. „Nein, ich halte es aus!“, dabei klappern mir die Zähne. „Also ich lande in Genua“, sagt Andreas. „Mir frieren hier die Füße ab!“ Und schon beginnt